Wann wird die VAR-Technologie in der Champions League umgesetzt und was wird sich ändern?

By | 28. Oktober 2018

Wer erinnert sich schon nicht an das schon legendäre Phantomtor von Diego Armando Maradona – die Hand Gottes? Oder der Treffer von Thomas Helmer, der eigentlich keiner war, denn der Ball war nicht einmal im Tor. Damit ist ab nächster Saison Schluss! Was in der Bundesliga schon Alltag ist, wird bald auch in der UEFA Champions League Verwendung finden. Der Videobeweis in der Champions League Saison 2018/2019 ist beschlossene Sache. Die Rede ist von der VAR-Technologie. Der Fußball wird dadurch zwar „gerechter“, aber auch berechenbarer und langweiliger. Wenn Sie während des Fußball-Spiels einen Adrenalin-Kick benötigen, können Sie z. B. Slotmaschinen kostenlos bei Lapalingo spielen. Mit Online-Spielen wird auch die Halbzeitpause sowie andere kurze Wartezeiten schneller vergehen, ohne dass Sie auf Nervenkitzel verzichten müssen.

Mit dem Jubel abwarten…

Bald werden auch Jubelbilder anders aussehen. Zuerst gilt es erstmal ein Tor zu schießen, danach muss man sich bei engen Entscheidungen vom Jubeln zurückhalten, denn die Videoschiedsrichter müssen das Tor erst einmal „absegnen“. Wenn es richtig eng ist, kann dies auch Mal einige Minuten in Anspruch nehmen. Danach erst der Jubel, der letztendlich auch kein richtiger mehr ist. So ungefähr müssen sich die Fans in Zukunft die höchste internationale Liga – die UEFA Champions League vorstellen. Die Schiedsrichter bekommen mehr Macht, um ihnen den immensen Druck von den Schultern zu nehmen.

Was für und dagegen spricht

Sehr viele Spiele in der Fußballwelt verlaufen nicht korrekt, vor allem was die kardinalen Fehler der Schiedsrichter angeht. Die Bundesliga schreitet voran und testet die VAR-Technologie bereits. Doch nicht alle sind damit auch einverstanden. In der Schweiz ist der Videobeweis auch ein Thema. Die Eidgenossen befinden aber, dass diese Technologie noch nicht vollends ausgereift ist. Zudem ist sie sehr teuer. Die Testphase ist schon teuer, nicht zu sprechen von der gänzlichen Einführung. Der Schweizer Liga-Boss Claudius Schäfer befürwortet zwar den Videobeweis, merkt zur gleichen Zeit aber auch an, dass es finanziell kaum zu stemmen wäre. Der Grund dafür ist offensichtlich: die Schweizer Liga ist im Vergleich zu der deutschen Bundesliga oder der englischen Premier League ganz klar im Nachteil, was die Fernsehgelder betrifft. Doch die Schweizer sind nicht strikt dagegen, sondern sie warten einfach ab, wie sich diese Technologie entwickeln wird.

Doch bevor der Videobeweis eingeführt werden kann, gilt es noch einiges zu beachten. Die Schiedsrichter müssen zu Beginn erst einmal ausgebildet werden. Das dauert seine Zeit und ist nicht für Jedermann. Denn die Prämisse muss lauten: absolute Sicherheit bei den Video-Assistenten und deren Entscheidungen. Jede fragliche Szene wird bis ins kleinste Detail analysiert, darf auf der anderen Seite aber auch nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen. Dabei haben die Schiedsrichter nahezu alle möglichen Hilfestellungen, von Gitternetzlinien, über Zoom-Optionen, bis hin zu mehrfachen Blickwinkeln und Wiederholungen.

In welchen Fällen wird die VAR-Technologie verwendet?

Jeder Video-Assistent wird an seiner Seite jeweils einen Operator haben, der die Technologie vollkommen beherrscht und der jede fragliche Szene während eines Spiels innerhalb kürzester Zeit abrufen kann. Video-Schiedsrichter können aber nur in insgesamt vier Fällen eingreifen: Tor, Strafstoß, Platzverweis und Spielerverwechslung. Dabei gilt es zu beachten, dass der Eingriff nur dann erfolgen darf, wenn sich der Video-Schiedsrichter absolut sicher ist, dass seine Schiedsrichterkollegen auf dem Platz einen kardinalen Fehler begangen haben. Nach dem Eingriff hat der Schiedsrichter dann auch die Möglichkeit, sich die umstrittene Szene selbst auf einem Monitor am Spielfeldrand anzuschauen und seine Entscheidung zu überdenken.

Auch in anderen Ligen wird die VAR-Technologie bereits in ausgesuchten Spielen getestet. Dazu gehören die Niederlande, Frankreich und auch Spanien. Letztendlich werden die Regelhüter der IFAB (International Football Association Board) darüber entscheiden, ob diese Technologie in Zukunft dauerhaft zum Einsatz kommen wird.

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