Real deklassiert die Bayern mit 4:0 und zieht ins Champios League-Finale ein

Posted on 30. April 2014Comments Off on Real deklassiert die Bayern mit 4:0 und zieht ins Champios League-Finale ein
Real deklassiert die Bayern mit 4:0 und zieht ins Champios League-Finale ein
AFP

Der FC Bayern München hat zuhause gegen Real Madrid eine herbe 0:4 Klatsche hinnehmen müssen und ist damit im Halbfinale der UEFA Champions League ausgeschieden.

Monatelang haben die Bayern den Fußball dominiert. Spätestens damit ist vorerst ein gewisser Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren. Das Team von Trainer Pep Guardiola erlebt die erste Krise der Saison – und zwar zur Unzeit.

München startete außerordentlich aktiv, investierte viel in der Anfangsphase und baute so zunächst einmal Druck auf. So wurden auch die Fans mitgenommen – es entstand eine Atmosphäre, in der einiges möglich schien. Dann aber der Schock: Nach einer Ecke flog Sergio Ramos vollkommen unbedrängt durch den Sechzehner und wuchtete den Ball zum 1:0 in die Maschen. Die Bayern waren sichtlich geschockt, wussten sie doch, dass es nun bereits drei Tore zu erzielen galt. Und so legte Madrid nach. Abermals nach einer Standardsituation, diesmal einem Freistoß, verlängerte Pepe per Kopf den Ball und wieder konnte Ramos problemlos einnicken. So stand es bereits nach 20 Minuten 2:0 für die Gäste – und das Spiel war augenscheinlich gelaufen. Zwar versuchten die Gastgeber, wenigstens ihren Zuschauern noch etwas zu bieten, doch gelangen kaum erfolgreiche Aktionen. Während das Spiel also etwas dahin zu plätschern begann, konnte Real natürlich gegen weit aufgerückte Bayern kontern: In der 35. Minute erhöhte Christiano Ronaldo nach makellosem Konter auf 3:0. Das Spiel war damit endgültig entschieden und das 4:0 des portugiesischen Superstars nach frechem Freistoß unter der hoch springenden Mauer hindurch nur noch Makulatur.

Real Madrid wirkte alles in allem über beide Spiele gesehen viel hungriger. Ein bisschen erinnern die Begegnungen an die letzte Saison, als Bayern den damaligen „Primus“ Barcelona mehr oder weniger vorführte. Nach fast anderthalb berauschenden Jahren erlebt man nun wieder einmal eine Enttäuschung. Diese würde aber weniger groß ausfallen, wäre Pep Guardiolas Start etwas schwächer ausgefallen. Wurde vor der Saison von allen Stellen betont, man müsse die eigene Erwartungshaltung etwas zurückschrauben, dem neuen Trainer Zeit für Veränderungen einräumen und könne nicht erwarten, dass es immer so weitergehe, so sorgten die Leistungen schnell für Furore – und ließen die ohnehin große Erwartungshaltung ins Unermessliche steigen. So lange Bayern aber die Liga dominiert und in der Champions League ähnlich weit kommt, darf man durchaus zufrieden sein. Finanziell ist auch eine solche Saison hoch profitabel, zumal man trotz der vergangenen Erfolge schlichtweg nicht vergessen darf, dass Real gegenüber München finanziell noch einmal in einer anderen Liga spielt. Insofern gilt es, sich akribisch auf die kommende Saison vorzubereiten, wieder hungrig zu werden. Des Weiteren darf das eigene dominante Spiel nicht auf „Ballgeschiebe“ hinauslaufen – das ist fatal. Hier muss und hier wird Pep Guardiola ansetzen.