Borussia Dortmund empfängt Zenit St. Petersburg – eine sichere Sache für den BVB?

Posted on 18. March 2014Comments Off on Borussia Dortmund empfängt Zenit St. Petersburg – eine sichere Sache für den BVB?
Borussia Dortmund empfängt Zenit St. Petersburg - eine sichere Sache für den BVB?
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Torwart Roman Weidenfeller sinnierte bereits medial über mögliche Viertelfinal-Gegner. Nach dem 4:2 in St. Petersburg hat Borussia Dortmund eine sehr gute Ausgangsposition. Doch ist wirklich schon alles gelaufen?

Zenit St. Petersburg hat nach dem Achtelfinal-Hinspiel den Trainer gefeuert. Gegen den BVB wird Interimstrainer Sergey Semak auf der Bank sitzen. Indes steht ein neuer Coach bereits fest: Mit Andre Villas-Boas besetzt Zenit die Stelle durchaus prominent.

Aber können die Russen Dortmund noch einmal gefährlich werden? Im Hinspiel war man nahezu chancenlos, erzielte dennoch zwei Treffer. Schaffen es die Schwarzgelben eine ähnliche Leistung abzuliefern wie in Petersburg, so dürfte es für die Gäste am Mittwoch beinahe unmöglich werden, das Wunder zu vollbringen. Allerdings zeigten sich die Dortmunder zuletzt, ebenfalls zuhause, schwach. Gegen Gladbach setzte es eine Heimniederlage. Allerdings fehlten wieder einmal unzählige Spieler. Gegen Zenit wird der in der Liga zuletzt gesperrte Mkhitaryan wieder auflaufen, auch Marco Reus dürfte für das Spiel rechtzeitig fit sein. In der Defensive ist Mats Hummels endlich wieder fit, zeigte aber gegen Gladbach, dass er noch Zeit braucht, um wieder richtig in Form zu kommen. Nach der langen Verletzungspause ist das vollkommen normal, zumal Hummels auch jetzt schon eine Verstärkung für den BVB ist und sich von Spiel zu Spiel verbessern wird.

 

Bei den Gästen aus Russland konnte im Hinspiel nur Superstar Hulk seine Gefahr unter Beweis stellen. Womöglich wird Jürgen Klopp wieder Großkreutz von Anfang an spielen lassen, so dass dieser Marcel Schmelzer bei der Defensivarbeit gegen den auf dem rechten Flügel beheimateten Brasilianer unterstützen kann. Schafft man es, diesen Faktor zu eliminieren, so ist bereits ein Großteil des Offensivpotentials der Gäste neutralisiert.

Für Dortmund wird es darum gehen, von Anfang an die Spannung hochzuhalten. In einer Saison mit unglaublich viel Verletzungspech muss man wenigstens das im Achtelfinale der Champions League erhaltene Losglück ausnutzen und darf Zenit niemals auch nur an der Sensation kratzen lassen. Geht man das volle Tempo, spielt ein gnadenloses Pressing, das in der russischen Liga so sicher nicht weit verbreitet ist, so kommt man auch souverän weiter. Allerdings waren die Dortmunder in der Champions League in letzter Zeit immer für Spektakel zu haben und lassen es diese Saison insgesamt – auch das ist mit Sicherheit zu großen Teilen dem Verletzungspech geschuldet – oft an Kontinuität mangeln. Geht Zenit erst einmal in Führung, so kann das ganze Unterfangen noch höchst unangenehm werden.

In der Regel ist das aber nicht der Fall  – der BVB wird sich zuhause, mehr oder weniger souverän, für das Viertelfinale der Champions League qualifizieren.