Vorschau: Borussia Dortmund gegen Zenit St. Petersburg

Posted on 24. February 2014Comments Off on Vorschau: Borussia Dortmund gegen Zenit St. Petersburg
Borussia Dortmund gegen Zenit St. Petersburg
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Borussia Dortmund kann sich über sein Los im Achtelfinale der UEFA Champions League nicht beschweren. Mit Zenit St. Petersburg haben die Borussen einen sicherlich machbaren Gegner erwischt. Wir werfen einen genaueren Blick auf diese Achtelfinal-Duell in der Königsklasse.

Zenit teilt sich derzeit punktgleich den ersten Tabellenplatz in der russischen Liga. Trainiert vom Italiener Luciano Spalletti, spicken einige bekannte Namen und Gesichter das Team: Allen voran natürlich Superstar Hulk; der bullige und dennoch schnelle Brasilianer ist mit Sicherheit das Aushängeschild St. Petersburgs. Für Aufsehen sorgte zudem der Wechsel von Axel Witsel. Dem 25-jährigen Belgier, beheimatet im zentralen Mittelfeld, standen mit Sicherheit einige Türen offen, dennoch entschied er sich für den russischen Club – was natürlich an den dort durchaus fürstlichen Gehältern liegt. Aber auch einige ältere, bekannte Spieler bringen die nötige Erfahrung und Abgezocktheit ins Teamgefüge: So zum Beispiel Andrey Arshavin oder Anatoliy Timoshchuk.

Im Achtelfinale der Champions League wird bei den russischen Clubs immer über die Winterpause debattiert: Aufgrund der standesgemäß kalten Witterung im Winter pausiert die Liga in Russland sinnvollerweise außerordentlich lange. Das heißt, dass in diesem Fall Zenit beide Partien außerhalb des gewohnten Rhythmus angehen muss. Dem versucht man stets durch viele Testspiele gegen möglichst hochkarätige Gegner zu begegnen, allerdings erscheint die gesamte Situation als eindeutiger Nachteil. Des Weiteren findet das Heimspiel natürlich oft unter extremen Bedingungen statt. Das mag natürlich ein Vorteil sein, allerdings dürfte beispielsweise ein Hulk unter der Kälte tendenziell mehr leiden als ein Großteil der Bundesliga-Spieler.

Borussia Dortmund findet insgesamt nur schwerlich ins Jahr 2014. Die ersten beiden Rückrundenbegegnungen verliefen enttäuschend, zudem verletzte sich der gerade wieder genesene Mats Hummels und fällt damit voraussichtlich zumindest für das Hinspiel aus. Im letzten Spiel aber gelang dem BVB gegen Werder Bremen die Befreiung durch einen 5:1 Kantersieg. Dabei zeigten die Schwarzgelben seit Langem endlich wieder den schwungvollen, attraktiven Offensivfußball, den man von ihnen gewohnt ist.

Das Hinspiel findet in Moskau statt, umso schmerzlicher wird man den für den Spielaufbau so eminent wichtigen Hummels vermissen – bedenkt man, dass auch Ilkay Gündogan noch immer verletzt fehlt. Nichtsdestotrotz haben die Dortmunder definitiv das Zeug dazu, die Partie zu gewinnen, ja vielleicht sogar für eine Vorentscheidung zu sorgen. Tritt man so auf wie zuletzt gegen Bremen – und vertändelt nicht, wie das für den BVB in solchen Partien leider allzu oft üblich ist, die guten Chancen – so ist man dem russischen Kontrahenten um einiges voraus. Allerdings: Unterschätzen darf man Zenit St. Petersburg natürlich nicht. Das wird Trainer Jürgen Klopp aber ebenso wissen, zumal man sich für das Achtelfinale der Champions League wohl kaum Sorgen um mangelnde Motivation machen muss.